schlichter, barocker, zweigeschossiger Gebäudeteil mit vier Fensterachsen
Erhalten: nördlicher Gebäudeteil
Die Angaben von M. Donath (2013) sind nicht korrekt. Friedrich Gottlob Hertwig (1759-1834) [Grabtafel Frdh. Breitingen erhalten], ein Unternehmer aus Hainichen, hat das RG Breitingen 1821 von den Bose-Erben erworben u. das Herrenhaus neu erbaut (Zchn. von Heise um 1840 in: G. Poenicke, Album d. Rittergüter, Leipzig s. a., um 1856); Umbau des Dachs mit Belvedere in Form eines "Kiosk" um 1890); es wurde nach der Enteignung 1945 geteilt als Sinnbild des Sieges des Marxismus über die "Ausbeuter" (Abbruch des Mittelteils mit dem Belvedere), wobei der südl. Teil am 1. 1. 1977 ausbrannte (anschl. Abriss). Dort entstand später das heutige Diakonie-Pflegeheim. Der nördl. Teil dient immer noch als Mietshaus. Seit 1964 ist der Rittergutshof kontinuierlich zerstört worden (u. a. Bebauung mit DDR-Eigenheimen). Die Grablege der Hertwigs wurde durch die Verwaltung des Friedhofs erst in jüngerer Zeit gezielt zerstört (einige Grabsteine rettete der Heimatverein; sie lagern z. Z. (Stand: 19. Juli 2025) rechts der Trauerhalle)