Burg Rabenstein

 

Burg Rabenstein in Rabenstein (Fläming)-Raben

Lage

Land:Deutschland
Bundesland:Brandenburg
LandkreisPotsdam-Mittelmark
Ort14823 Rabenstein (Fläming)-Raben
Adresse:Zur Burg 49
Lage:sö des Dorfes auf dem „Steilen Hagen"
Geographische Lage:52.034462°,   12.579398°
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Beschreibung

Unregelmäßig ovale Anlage in OW-Erstreckung aus Vorburg und Hauptburg, Torhaus, Bergfried und Ringmauer vorwiegend aus Feldstein, vorgelagerter Wirtschaftshof mit großer Backsteinscheune

Die Burg liegt auf einem nach drei Seiten steil abfallenden Bergsporn. Eine vermutete Vorgängeranlage von Burg Rabenstein befindet sich ca. 300 m von der heutigen Burg entfernt auf dem Schanzenberg. Die Burganlage, vom Typ her eine Randhausburg, bildet ein langgestrecktes Oval. Ältester erhaltener Teil der Anlage ist der Bergfried, an den ein Torhaus und der Wohntrakt anschließen. Den Abschluss des länglichen Burghofes bildet der so genannte Rittersaal, ein mittelalterlicher Feldsteinbau mit barockem Dach.

Nutzung zwischen 1945 und 1990

Jugendherberge (1956)


Kapelle

1717 Errichtung der Burgkapelle im Bergfried

Bergfried

mächtiger, runder Feldsteinturm
Form:rund
Höhe:23,00 m
Außendurchmesser:12,00 m
(max.) Mauerstärke:4,00 m

Maße

Mauerstärke der Ringmauer ca.1,6 m

Drehort

 Der Schweinehirt, Deutschland (2017), Märchenfilm


Historische Ansichten

aus: Duncker, Alexander, „Die ländlichen Wohnsitze, Schlösser und Residenzen der ritterschaftlichen Grundbesitzer in der Preussischen Monarchie.“


Besitzer

Angaben ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Grafen von Belzigals Erbauer
Familie von Oppenum 1300–1425
Kurfürst Friedrich der Sanftmütige1425
M. von OppenMitte 15. Jh.
Professor Erasmus von Unruh1625
W. Leyser1665
Familie Leyserbis 1720
Heinrich Loesecke1720
Hofmarschall Karl–August von Stange1786
Erbprinzessin Christine Amalie von Anhalt1804
Preußen1815
Rittmeister von Schönebeck1832–48

Historie

Mitte 12.Jh. für die Grafen von Belzig errichtet
1251 (erste Erwähnung des Burgnamens in einer Urkunde der Grafen von Belzig)
1277 (Erwähnung eines Dietrich von Rabenstein in einer Urkunde Herzog Johanns)
um 1200Bau des Bergfrieds
um 1300Ausbau der Burg durch Herzog Rudolf von Sachsen
1395Zerstörung der Burg in einer Fehde zwischen dem Erzherzog von Magdeburg und dem Herzog von Sachsen
1401Wiederaufbau
1552–1625landesherrliches Amt
1618/48Besetzung der Burg durch die Schweden im Dreißigjährigen Krieg
nach 1648Wiederaufbau
im 18./19. Jh.verändert
1890–1945Nutzung als Försterei
nach 1990Beginn von Restaurierungsarbeiten


Ansichten



Quellen und Literatur

  Feist, Peter [1995]:  Burg Rabenstein. Der Historische Ort 80, 1. Aufl., Berlin 1995
  Franz Schopper und Jasper von Richthofen (Hrsg.) [2012]:  Ausflüge im Südwesten Brandenburgs - Zauche, Teltow, Fläming. Führer zu archäologischen Denkmälern in Deutschland 54, 1. Aufl., Stuttgart 2012
  Freundeskreis Schlösser und Gärten der Mark in der Deutschen Gesellschaft e. V. (Hrsg.) [2011]:  Burgen, Schlösser und Herrenhäuser in Brandenburg - Entdeckungsreisen zu bekannten und unbekannten Objekten, 3. Aufl., Berlin 2011
  Langer, Thomas / Helle,  Matthias, Deutsche Gesellschaft e.V. (Hrsg.) [2006]:  Burg Rabenstein. Schlösser und Gärten der Mark, 1. Aufl., Berlin 2006
  Lüdemann, Jo [2001]:  Burgenführer Brandenburg, 1. Aufl., (o.O.) 2001
  Zobel, Jo [2010]:  Unterwegs zu den Burgen im Fläming, 1. Aufl., Berlin 2010


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