Alternativname(n)  Grevenstein, Merzalber Schloss
Nutzung
  • frei zugängliche Ruine
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Gräfenstein

Lage
Bundesland
Rheinland-Pfalz
Landkreis
Ort
66978 Merzalben
Lage
auf dem Gipfel des 447 m hohen Schlossberges sö Merzalben
Koordinaten
49.24114°, 7.75656°
Beschreibung

Höhenburg mit Ober- und Unterburg (Vorburg), Oberburg mit siebeneckigen Bergfried und zwei- bis dreigeschossigem Palas

Erhalten: Bergfried, Umfassungsmauern

Die ovale Wehranlage ist dreigeteilt: auf einem Felsplateau erhebt sich die Oberburg (ca. 50 x 20 m), die von einer älteren südlichen und einer jüngeren nördlichen Unterburg umschlossen wird. Die Unterburg besitzt einen östlich vorgelagerten Zwinger und umschließt ringförmig die gesamte Oberburg. Der Hauptzugang zur Unterburg wird durch die äußere Toranlage mit zwei kleinen Rundtürmen geschützt. In der Ringmauer befindet sich der noch 12 m hohe rechteckige Torturm. Die Oberburg besteht aus dem zwei- bis dreigeschossigen romanisch-frühgotischen langgestreckten Palas, Keller, Treppenturm, Abortturm, Mantelmauer und dem siebeneckigen Bergfried. Eine Kapelle wird 1540 erwähnt, ihr genauer Standort ist aber unbekannt.
Maße
Oberburg ca. 50 x 20 m
Höhe der Ringmauer ca. 9 m, Mauerstärke ca. 2 m
Grundriss
Grundriss
Details
Beschreibung:

Grundriss von Julius Näher, 1887

Bergfried
Zustand
weitgehend erhalten
Zugänglich
ja
Form
rechteckig
Höhe
16,00 m
Grundfläche
7,50 x 6,00 m
Höhe des Eingangs
7
Kapelle
Beschreibung
Der Standort der 1540 erwähnten Burgkapelle ist unbekannt.

Historie

um 1200
für die Grafen von Leiningen errichtet
1237
(erste Erwähnung der Burg in einer leiningischen Teilungsurkunde als „castrum Grebinstein“, die Burg gelangt in den Besitz der älteren Linie der Grafen von Leiningen)
um 1275/76
( der leiningische Ministeriale Dankrad benennt sich nach dem Gräfenstein)

Besitzer

ErbauerGrafen von Leiningen
1317 bei der Leininger Erbteilung fällt die Burg in das Los Friedrichs V. von Leiningen-Dagsburg
1327-42 Friedrich V.
vor 4.Juni 1367 Pfalzgraf Ruprecht I.
Kurfürst Ruprecht I. übergibt die Burg seinem Neffen
1371 Graf Johann III. von Sponheim als Mannlehen
1420 Markgrafen von Baden
Grafen von Leiningen-Hardenburg
Graf Emich VIII. erhält 1495 einen Teil der Burg und 1501 den gesamten Besitz
1540 Pfalzgraf Ruprecht von Zweibrücken-Veldenz
1560/70 Markgrafschaft Baden-Baden



Literatur und Quellen

  Backes, Magnus: Staatliche Burgen, Schlösser und Altertümer in Rheinland-Pfalz, Regensburg 2005
  Medding, Wolfgang: Burgen und Schlösser in der Pfalz und an der Saar. Burgen - Schlösser - Herrensitze, 4.00. Aufl., Frankfurt/Main 1981
  Übel, Rolf: Der torn soll frey stehn, (o.O.) 1994
  Übel, Rolf: truwe und veste - Burgen im Landkreis Südliche Weinstraße, (o.O.) 1993


Bilder




Objekte im Umkreis von 5 Kilometern

NameOrtArtDistanz (km)Bild
Wallburg Wartenberg Merzalben 2,17 km -
Wallburg Kaltenfels Hinterweidenthal-Kaltenbach 4,92 km -