Burgruine Lichtenberg

 

Burgruine Lichtenberg in Salzgitter-Lichtenberg Frank Schudeleit

Lage

Land:Deutschland
Bundesland:Niedersachsen
StadtSalzgitter
Ort38226 Salzgitter-Lichtenberg
Adresse:Burgbergstraße
Lage:auf 240 m hoher, felsiger Bergkuppe unmittelbar südlich über dem Ortsteil Lichtenberg
Geographische Lage:52.121395°,   10.288305°
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Beschreibung

Anlage mit romanischer Kernburg in Form eines Ovals und einer 20 m tiefer liegenden spornartigen Vorburg, Wohnturm, ehemals runder Bergfried, Torkapelle, Wirtschaftsgebäude, Palas unterhalb der Kernburg, äußere Ringmauer mit halbrundem Schalenturmsystem

Der sechseckige Aussichtsturm von 1893 steht nw des ehemaligen Bergfrieds, der ursprünglich einen runden Grundriss besaß.

Erhalten: Mauerreste, Aussichtsturm

Beschreibung im Denkmalatlas Niedersachsen

Mauerresten, einem auf den Resten des ehemaligen Bergfrieds 1893 errichtetem Aussichtsturm sowie einer zeitgleich erbauten Gaststätte. Die Burg Lichtenberg wurde zur Zeit Heinrichs des Löwen an strategisch bedeutsamer Lage in den Salzgitteraner Höhenzügen als Grenzfestung gegen das Bistum Hildesheim und die Stadt Goslar errichtet. Vermutlich geschah dies in zwei Bauabschnitten. Der erste wird auf Anfang des 12. Jahrhunderts datiert, der zweite um 1170/1180, in der Zeit, wo die Burg ihre erste urkundliche Erwähnung fand. Die auf einem ovalen Plateau liegende Oberburg wurde von einer Ringmauer umgeben. Im Inneren der Mauern befanden sich verschiedene Gebäude, Türme, ein Bergfried sowie ein mächtiger Palas. Die Hauptburg wurde von einer ausgedehnter Vorburg umgeben, der ein Wall/- und Grabensystem vorgelagert war. Die Lichtenburg wurde 1552 infolge des Schmalkaldischen Krieges durch Kanonen zerstört und fristete als Burgruine ihr Dasein. Erst Ende des 19. Jahrhunderts nahm man sich ihr und ihrer Geschichte wieder an. An der Erhaltung der Burgruine Lichtenberg samt Mauerresten der mittelalterlichen Ober- und Unterburg, dem Aussichtsturm und der Gaststätte besteht aufgrund ihrer geschichtlichen, wissenschaftlichen und städtebaulichen Bedeutung ein öffentliches Interesse.

Lizenz:CC by-sa/4.0/

Externer Link zum Eintrag im Denkmalatlas


Bergfried

Form:rund
Außendurchmesser:10,00 m
(max.) Mauerstärke:2,50 m

Maße

Kernburg ca. 45 x 80 m
Mauerstärke der Ringmauer ca. 1,8 m
Torturm 9,0 x 9,0 m
Brunnentiefe ca. 60 m
Palas ca. 8 x 31,5 m

Historische Ansichten

Ausschnitt aus einem Merian Stich, um 1650


Besitzer

Angaben ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

vermutlich Heinrich der Löweals Erbauer
Welfen1194
Staufer

Historie

2.Hälfte 12.Jh.erbaut
1180erwähnt
1180durch Friedrich Barbarossa belagert und erobert
1208Wiederaufbau
Mitte 14. Jh.zerstört, anschließend Wiederaufbau
1552zerstört
1892/33Neubau des Bergfrieds als Aussichtsturm
1951Eröffnung des Schlossmuseums
1957Durchführung von Ausgrabungen
seit 1995umfangreiche Renovierungs- und Restaurierungsarbeiten


Ansichten

 Frank Schudeleit Wolfgang Kassebeer
 Wolfgang Kassebeer Wolfgang Kassebeer
 Wolfgang Kassebeer Wolfgang Kassebeer
 Wolfgang Kassebeer


Quellen und Literatur

  Schultz, Dr. H. A., Dr. H. A. Schultz (Hrsg.) (o.J.):  Burg Lichtenberg. Burgen und Schlösser des Braunschweiger Landes 5, Braunschweig
  Steinmetz, Wolf-Dieter (Bearb.) [1997]:  Das Braunschweiger Land. Führer zu archäologischen Denkmälern in Deutschland 34, Stuttgart 1997
  Stolberg, Friedrich [1983]:  Befestigungsanlagen im und am Harz - Von der Frühgeschichte bis zur Neuzeit, 2. Aufl., Hildesheim 1983
  Weiß, Gerd (Bearb.) [1992]:  Bremen Niedersachsen. Georg Dehio - Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, München 1992


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