Nutzung
  • Kulturveranstaltungen


Lage
Bundesland
Niedersachsen
Ort
38226 Salzgitter-Gebhardshagen
Adresse
Vor der Burg 19
Lage
südlich der Kirche
Koordinaten
52.10416°, 10.35847°
Beschreibung

uneinheitliche Anlage um einen rechteckigen Hof, ehemals geschlossene Vierflügelanlage, im Ostteil des Nordflügels Reste des mittelalterlichen Palas, ehemaliges Amts- bzw. Herrenhaus (Südflügel) mit massivem Erdgeschoss und Fachwerkobergeschoss, Bergfried und Roter Turm heute verschwunden

Die Wasserburg liegt an der alten Heerstraße der Bischofssitze Minden, Hildesheim und Halberstadt.
Beschreibung im Denkmalatlas Niedersachsen

Das im Kern vermutlich aus dem 13. Jahrhundert stammende massive Gebäude bildete die Nordostecke der ehemaligen Burg. Der ehemalige Palas und späteres Speichergebäude stellt die älteste als Gesamtbaukörper erhaltene Bausubstanz der Burganlage dar und entspricht trotz der Veränderungen und Umnutzungen in seiner Kubatur weitestgehend noch dem mittelalterlichen Palasbau aus dem 13. Jahrhundert. Ein in der Obergeschosszone der nördlichen Aussenmauer erhaltenes gekuppeltes Fenster mit Mittelsäule, Kelchkapitell und Kleeblattbögen stammt wohl noch aus einer spätromanischen oder frühgotischen Bauperiode. Das Dachwerk stammt aus der Mitte des 16. Jahrhunderts, einer Renaissance-Bauperiode, in der ein Saalgeschoss eingebaut wurde und neue Fensteröffnungen eingebrochen wurden. Im 19. Jahrhundert wurde der Palas als Böttcherwerkstatt genutzt, danach wieder als Kornlager der Domäne. Das Innere ist durch die 1961 eingebaute Getreidetrocknungsanlage und Silos weitgehend zerstört. Am Erhalt des Gebäudes besteht aus ortsgeschichtlichen Gründen, aufgrund des Zeugnis- und Schauwertes für die Bau- und Kunstgeschichte, durch die beispielhafte Ausprägung eines Gebäudetypus, aus wissenschaftlichen Gründen mit Seltenheits- und Beispielswert sowie aus städtebaulichen Gründen als prägender Bestandteil der ehemaligen Burganlage ein öffentliches Erhaltungsinteresse.

Lizenz: CC by-sa/4.0

Externer Link zum Eintrag
Funktion

Ehemalige Grenzfeste gegen den Hildesheimer Bischof.

Maße
Anlage ca. 75 x 45 m

Herkunft des Namens
Der Name geht auf Ritter Gebhard von Borgfeld zurück, der die Burg 1280 von den Wolfenbütteler Herzögen übernahm.
Kapelle
Beschreibung
Eine erste Kapelle wird in der Burg bereits vor dem Jahr 1000 erwähnt.

Historie

um 1200
erbaut
1129
(Edelherren von Hagen)
um 1186
(„castro quod appellatur Haghen“)
1406
zerstört
1539
herzoglicher Amtssitz mit Domäne
1637
1654–1692
Wiederaufbau
bis 1807
Sitz des Amtes Gebhardshagen
bis 1986
Nutzung als Gutshof
2009
Umbau zum Seniorentreff
2023/24
Ausbau des Herrenhaus-Obergeschosses

Besitzer

ErbauerFamilie von Hagen
1280 ausgestorben Familie von Hagen
1280 Herzöge von Braunschweig-Lüneburg
1294 Familie von Bortfeld
1396 von Cramm
1568) von Vitztum-Eckstedt (Mitte 17. Jh. von Steinberg
Stadt Salzgitter



Literatur und Quellen

  Weiß, Gerd (Bearb.): Georg Dehio - Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler - Bremen Niedersachsen, München 1992
  Zimmermann, Margret / Kensche,  Hans: Burgen und Schlösser im Hildesheimer Land, Hildesheim 1998





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NameOrtArtDistanz (km)Bild
Schloss Salder Salzgitter-Salder 3,80 km