Burgruine Polle

 

Burg Polle in Polle A. Raczek

Lage

Land:Deutschland
Bundesland:Niedersachsen
LandkreisHolzminden
Ort37647 Polle
Lage:über der Weser auf einem Jurasattel
Geographische Lage:51.897549°,   9.407494°
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Beschreibung

Romanische Höhenburg, Oberburg mit Resten von Palas und Bergfried, Burgbrunnen, Renaissancetor des ehemaligen Amtshauses

Erhalten

Bergfried

Beschreibung im Denkmalatlas Niedersachsen

Reste der Burg der Grafen von Everstein, erste urkundlicher Erwähnung 1285, zerstört im 17. Jh. Die Burg Polle steht auf einem nach drei Seiten steil abfallenden Felsvorsprung unmittelbar an der Weser. Die mit Ringmauern befestigte Anlage besteht aus einer Vor- und einer Hauptburg. Auf der Oberburg werden beide Längsseiten von Gebäuden gesäumt, die nördliche wurde zum Teil vom Palas eingenommen. Der Bergfried befindet sich in der Mauer eingebunden westlich des Torbaues. Sein rundes, aufgehendes Mauerwerk steht auf einem polygonalen Unterbau. Von den ehemaligen Vorburggebäuden ist seit den Zerstörungen 1945 außer dem Renaissanceportal von 1613 nichts mehr vorhanden. Dieses wurde 1656 in ein großes Amtshaus integriert, einem traufständigen Gebäude mit steinernem Untergeschoss und zwei vorkragenden Fachwerkgeschossen. Bei kleineren Ausgrabungen auf dem Burggelände wurden mehrere Keller und eine Herdstelle freigelegt.

Lizenz:CC by-sa/4.0/

Externer Link zum Eintrag im Denkmalatlas


Bergfried

 Tine, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Form:rund
Höhe:20,00 m
Außendurchmesser:7,50 m
(max.) Mauerstärke:2,50 m

Historische Ansichten

Ansicht um 1650Ansicht aus dem 19.Jh.


Besitzer

Angaben ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Grafen von Eversteinals Erbauer

Historie

um 1200 für die Grafen von Everstein errichtet
1285 („castrum“)
1407/08in der Eversteiner Fehde durch Braunschweiger Truppen eingenommen
1623im Dreißigjährigen Krieg beschädigt
nach 1623Wiederaufbau
1641im Dreißigjährigen Krieg zerstört (schwedische Truppen)
1936Eröffnung des Bergfrieds als Aussichtsturm
7./8.April 1945durch amerikanischen Beschuss beschädigt, Zerstörung des Amtshauses
1983–1988saniert


Ansichten

 A. Raczek Wolfgang Kassebeer
 Wolfgang Kassebeer Wolfgang Kassebeer
 Wolfgang Kassebeer Wolfgang Kassebeer


Quellen und Literatur

  Dursthoff, Lutz (Redaktion) [1987]:  Die deutschen Burgen und Schlösser in Farbe, 1. Aufl., Frankfurt am Main 1987
  Weiß, Gerd (Bearb.) [1992]:  Bremen Niedersachsen. Georg Dehio - Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, 1. Aufl., München 1992
  van Kempen, Wilhelm [1960]:  Schlösser und Herrensitze in Niedersachsen. Burgen - Schlösser - Herrensitze, Frankfurt/Main 1960


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Objekte im Umkreis von 5 Kilometern

NameOrtArtDistanz
(km)
Bild
Sonnenberg 
Schloss Sonnenberg
PolleAdelssitz"2.66