verputzter Fachwerkbau, Marstall: langgestreckter eingeschossiger Fachwerkbau mit zweigeschossigen Eckpavillons
Erhalten: Marstall, Nebengebäude
Die überaus großräumige Anlage des Jagdschlosses Göhrde wurde vom hannoverschen Kurfürsten Georg Ludwig zwischen 1706 und 1712 angelegt, um Jagden mit adeligen Gästen durchführen zu können. Der Vorgängerbau des von Remy de la Fosse ab 1706 errichteten großen dreiflügeligen Barock-Schlosses befindet sich bis heute auf dem Gelände - es handelt sich um ein Jagdhaus von 1652. Das große Schloss wurde dagegen 1826 abgetragen. Zahlreiche Nebengebäude wie Ställe, Wohnhäuser und der nachträglich 1869 zum neuen Schloss umgebaute königliche Marstall, der ebenfalls von Remy de la Fosse entworfen wurde, haben sich erhalten. Das ehemalige Prinzenhaus wurde ab 1837 durch den hannoverschen Hofarchitekten Georg Friedrich Laves für König Ernst August von Hannover umgebaut. An der Erhaltung der geschichtsträchtigen Anlage mit allen ihren Bestandteilen besteht daher aufgrund der geschichtlichen Bedeutung im Rahmen der hannoverschen Landesgeschichte und als Zeugnis- und Schauwert bedeutender Architekten sowie aufgrund ihrer städtebaulichen Bedeutung von prägendem Einfluss auf die Orts- und Schlossanlage Göhrde ein öffentliches Interesse.
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