Reifenberg

Oberreifenberg, Reiffenberg, Riffinberg

Burgruine


Public Domain

Lage

Land:Deutschland
Bundesland:Hessen
Bezirk:Darmstadt
Hochtaunuskreis
Ort61389 Schmitten-Oberreifenberg
Lage:über dem Ortsteil Oberreifenberg
Geographische Lage:50.247027°, 8.428433°
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Beschreibung

Fast regelmäßige Kernburg, rechteckiger, sechsgeschossiger Wohnturm, mächtiger runder Bergfried

Herkunft des Namens

Von dem steilen Felsen auf dem die Burg liegt, altdeutsch „Ryff/Riff“ = „Abhang“.

Turm

Bergfried

Form:rund
Höhe:25,00 m
Außendurchmesser:8,50 m
Höhe des Eingangs:8
(max.) Mauerstärke:2,50 m

Maße

Mauerstärke der Schildmauer 4 m
Wohnturm 4,5 x 11 m, Höhe ca. 24 m

Historische Ansichten



Kupferstich von Matthäus Merian, 1655

Besitzer

(Ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

Herren von Reifenbergals Erbauer
Herren von Kronberg
Casimir Ferdinand Adolf von Bassenheim1686, er muss sich die Herrschaft bis 1726 mit Kurmainz teilen
Grafen von Waldbott–Bassenheim1781 als Erbe
Nassau1856
Land Hessen

Ende 12.Jh. für die Herren von Reifenberg errichtet
1234 (Cuno von Reiffenberg)
1. Hälfte 13. Jh.–Ende16. Jh. Reifenberg wird als Ganerbenburg genutzt, erst Ende des 16.Jahrhunderts können die Reiffenberg die übrigen Ganerbenfamilien aus der Herrschaft verdrängen
1384bei der Aufstellung eines Burgfriedens werden 14 Ganerben genannt
um 1500Bau von Rundturm und „Pulverkammer“
1591Friedrich von Reifenberg wird geächtet, da er während eines Streits um Erbansprüche Burg und Dorf Reifenberg niedergebrannt hatte
um 1620repräsentativ ausgebaut
1618/48im Dreißigjährigen Krieg wird die Burg mehrmals zerstört
nach 1648die Burg wird dem Verfall überlassen
um 1655/61Pläne zum Ausbau der Ruine zur Festung bleiben unausgeführt, Kurmainz besetzt die Anlage aufgrund alter Verträge
1689im Pfälzischen Erbfolgekrieg endgültig zerstört
1995Beginn von Sanierungsarbeiten durch den Burgverein Reifenberg e.V.

Ansichten



Bild 1: © Dieter Thurm, KleinostheimBild 2: © Dieter Thurm, Kleinostheim

Quellen und Literatur

  •  (1987). Die deutschen Burgen und Schlösser in Farbe, 1. Aufl., Frankfurt am Main
  • Blum, Rainer, Deutsche Burgenvereinigung (Hrsg.) (1994). Bericht über Ultraschallmessungen an dem Wohnturm der Burg Oberreifenberg, in: Zeitschrift „Burgen und Schlösser” 94/3, S. 175ff, 1. Aufl., Braubach/Rhein
  • Cremer, Folkhard (Bearb.) (2008). Hessen II: Regierungsbezirk Darmstadt. Georg Dehio - Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, 1. Aufl., München
  • Michel, Reinhard, Geschichtsverein Hochtaunus e.V. (Hrsg.) (1995). Die Burg Reifenberg (Taunus) in neuer Sicht, 1. Aufl., (.o.O.)


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NameOrtArtDistanz(km)Bild
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Nutzung
frei zugängliche Ruine
Wohnturm zu bestimmten Zeiten geöffnet
Externe Links
 Burgverein Reifenberg
Verein
 Burgverein Reifenberg e.V.
Historie
Bilder
Umkreis