Alternativname(n)  Oberreifenberg, Reiffenberg, Riffinberg
Nutzung
  • frei zugängliche Ruine
  • Wohnturm zu bestimmten Zeiten geöffnet

Reifenberg

Lage
Bundesland
Hessen
Ort
61389 Schmitten-Oberreifenberg
Lage
über dem Ortsteil Oberreifenberg
Koordinaten
50.24703°, 8.42843°
Beschreibung

fast regelmäßige Kernburg, rechteckiger, sechsgeschossiger Wohnturm, mächtiger runder Bergfried

Erhalten: Bergfried, Schildmauer, Wohnturm

Maße
Mauerstärke der Schildmauer 4 m
Wohnturm 4,5 x 11 m, Höhe ca. 24 m

Herkunft des Namens
Von dem steilen Felsen auf dem die Burg liegt, altdeutsch „Ryff/Riff“ = „Abhang“.
Grundriss
Grundriss
Details
Beschreibung:

Ferdinand Luthmer - Die Bau- und Kunstdenkmäler des Lahngebiets Keller, Frankfurt am Main 1907

Türme

Bergfried
Zustand
erhalten
Form
rund
Höhe
25,00 m
Außendurchmesser
8,50 m
Höhe des Eingangs
8
(max.) Mauerstärke
2,50 m
Bergfried
<a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Burg_Reifenberg-02-Bergfried.jpg">Muck</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0">CC BY-SA 4.0</a>, via Wikimedia Commons
Wohnturm
Zustand
weitgehend erhalten
Form
rechteckig
Höhe
19,00 m
Grundfläche
11,00 x 4,50 m
(max.) Mauerstärke
0,80 m
Anzahl Geschosse
5
Wohnturm
<a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Burg_Reifenberg-02-Bergfried.jpg">Muck</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0">CC BY-SA 4.0</a>, via Wikimedia Commons

Historie

Ende 12.Jh.
für die Herren von Reifenberg errichtet
1234
(Cuno von Reiffenberg)
1.Hälfte 13.Jh.–Ende 16.Jh.
Reifenberg wird als Ganerbenburg genutzt; erst Ende des 16.Jahrhunderts können die Reiffenberg die übrigen Ganerbenfamilien aus der Herrschaft verdrängen
1384
bei der Aufstellung eines Burgfriedens werden 14 Ganerben genannt
um 1500
Bau von Rundturm und „Pulverkammer“
1591
Friedrich von Reifenberg wird geächtet; da er während eines Streits um Erbansprüche Burg und Dorf Reifenberg niedergebrannt hatte
1618/48
im Dreißigjährigen Krieg wird die Burg mehrmals zerstört
um 1620
repräsentativ ausgebaut
nach 1648
die Burg wird dem Verfall überlassen
um 1655/61
Pläne zum Ausbau der Ruine zur Festung bleiben unausgeführt; Kurmainz besetzt die Anlage aufgrund alter Verträge
1689
im Pfälzischen Erbfolgekrieg endgültig zerstört
1995
Beginn von Sanierungsarbeiten durch den Burgverein Reifenberg e.V.

Besitzer

ErbauerHerren von Reifenberg
Herren von Kronberg
Casimir Ferdinand Adolf von Bassenheim (1686
er muss sich die Herrschaft bis 1726 mit Kurmainz teilen)
1781 als Erbe Grafen von Waldbott-Bassenheim
1856 Nassau
Land Hessen



Literatur und Quellen

  Blum, Rainer, Deutsche Burgenvereinigung (Hrsg.): Bericht über Ultraschallmessungen an dem Wohnturm der Burg Oberreifenberg, in: Zeitschrift „Burgen und Schlösser” 94/3, S. 175ff, Braubach/Rhein 1994
  Cremer, Folkhard (Bearb.): Georg Dehio - Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler - Hessen II: Regierungsbezirk Darmstadt, München 2008
  Dursthoff, Lutz (Redaktion): Die deutschen Burgen und Schlösser in Farbe, Frankfurt am Main 1987, ISBN 3-8105-0228-6
  Michel, Reinhard, Geschichtsverein Hochtaunus e.V. (Hrsg.): Die Burg Reifenberg (Taunus) in neuer Sicht, (o.O.) 1995


Bilder




Objekte im Umkreis von 5 Kilometern

NameOrtArtDistanz (km)Bild
Bassenheimer Schlösschen (Oberreifenberg) Schmitten-Oberreifenberg 0,14 km
Burg Hattstein Schmitten-Oberreifenberg 1,60 km
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