Nutzung
  • Eintrittsgebühr
  • Universitätsmuseum für Kulturgeschichte
  • zentrale Gedenk- und Informationsstätte für hessische Geschichte
  • Studierendenwohnheim im Marstall
Social Media

Landgrafenschloss Marburg

Lage
Bundesland
Hessen
Ort
35037 Marburg an der Lahn
Adresse
Schloss 1
Lage
auf einem 287 m hohen Bergsporn über der Altstadt
Koordinaten
50.81000°, 8.76700°
Beschreibung

hufeisenförmige Doppelschlossanlage mit Renaissanceanbauten und vorgelagerten Befestigungsanlagen

Bei Ausgrabungen unter dem Westflügel (1989/90) wurden Mauerreste entdeckt, die man in ihrer Entstehungszeit auf spätes 9., eher spätes 10./frühes 11. Jahrhundert schätzt. Das Marburger Schloss gehört auf jeden Fall zu den frühesten Höhenburgen in Deutschland; die Erbauer bleiben unbekannt.
Innenausstattung
Um 1300 wurde der Fürstensaal, der größte gotische Profanbau Deutschlands, vollendet.

Maße
Fürstensaal im Nordflügel 33 x 14 m (größter gotischer Profanraum in Deutschland)
Kapelle
Patrozinium
St. Katharina
Beschreibung
Schlosskapelle am östlichen Ende des Hochschlosses, 1288 der heiligen Katharina geweiht

Historie

um 900
erbaut
1138/39
(„Mareburg“)
ab 1122
Ausbau der Burg durch die Landgrafen von Thüringen
um 1200
Ausbau der Burg zur thüringischen Nebenresidenz
ab 1248
Ausbau der Burg zum Fürstenschloss und zur Festung
ab 1260
Errichtung des Landgrafenbaus
ab 1292
Errichtung des Fürstenbaus für Heinrich I.
1493–1497
Errichtung des Wilhelmsbaus
1572
Bau der Rentkammer durch Ludwig IV. von Hessen
1604
Ende der Nutzung als Hauptresidenz mit dem Tod von Landgraf Ludwig IV.
1618/48
im Dreißigjährigen Krieg mehrmals belagert und geplündert
ab 1624
Errichtung von Kasematten auf der westlichen Vorburg
1700–1740
Ausbau zur Festung
1756/63
mehrmalige Eroberung der Festung im Siebenjährigen Krieg
bis 1807
Sprengung der Festungsanlagen
1815–1869
Nutzung als Gefängnis
1870–1938
Nutzung als Preußisches Staatsarchiv
1977–1990
saniert
1981
Eröffnung des Musuems für Kulturgeschichte im Wilhelmsbau

Besitzer

ErbauerGisonen
1122 Landgrafen von Thüringen
Landgrafen von Hessen
1946 Marburger Philippsuniversität



Literatur und Quellen

  Dursthoff, Lutz (Redaktion): Die deutschen Burgen und Schlösser in Farbe, Frankfurt am Main 1987, ISBN 3-8105-0228-6
  Elmar, Brohl: Festungen in Hessen. Deutsche Festungen 2, Regensburg 2013, ISBN 978-3-7954-2534-0
  Großmann, Dieter: Das Schloss zu Marburg an der Lahn. Große Baudenkmäler 366, München 1985
  Großmann, Ulrich G., Wartburg-Gesellschaft (Hrsg.): Schloss Marburg. Burgen, Schlösser und Wehrbauten in Mitteleuropa 3, 2.00. Aufl., Regensburg 2007
  Klein, Ulrich / Wagner,  Gerhard, Deutsche Burgenvereinigung e.V. (Hrsg.): Die Forschungsgeschichte und aktuelle Entwicklungsperspektive des Marburger Schlosses, in: Zeitschrift „Burgen und Schlösser” 1/2026 S.49ff, Braubach/Rhein 2026
  Meiborg, Christa, hessenARCHÄOLOGIE des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen (Hrsg.): Das Marburger Landgrafenschloss im Spiegel der Archäologie. Archäologische Denkmäler in Hessen 179, Wiesbaden 2021
  Meiborg, Christa: Suche nach dem Gisonenfels - Grabungen im Marburger Schloss, in: Zeitschrift „Archäologie in Deutschland” Heft 4/1991, S. 6-11, Stuttgart 1991


Bilder




Objekte im Umkreis von 5 Kilometern

NameOrtArtDistanz (km)Bild
Stadtbefestigung Marburg Marburg an der Lahn 0,46 km
Wehrkirche Wehrda Marburg-Wehrda 2,97 km
Burg Weißenstein Marburg-Wehrda 4,42 km