Schloss Landau


© Albert Speelman, Utrecht

Lage

Land:Deutschland
Bundesland:Hessen
Bezirk:Kassel
LandkreisWaldeck-Frankenberg
Ort34454 Bad Arolsen-Landau
Adresse:Am Grafenschloss 1–3
Lage:auf einer flachen Kuppe am Ortsrand
Geographische Lage:51.334197°,   9.081001°
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Beschreibung

Bescheidener Schlossbau anstelle einer früheren Burg, kompakte Anlage aus einem südlichen Hauptflügel und einem kleineren parallelen Nordflügel, Treppenturm im Hofwinkel, zweigeschossiger Torbau mit Fachwerkobergeschoss

Von der ursprünglichen Burganlage blieben nur wenige verbaute Reste sowie Stützmauern erhalten. Das heutige Schloss Landau ist eine weitläufige Anlage mit der ehemaligen Kernburg an der Nordseite, einem südlichen Gartenbereich mit umgreifenden Wirtschaftshof und dem Torhaus im O. Die ehemalige Kernburg ist eine einfache Anlage um einen unregelmäßigen Hof. Der zweigeschossige Hauptbau befindet sich an der S-Seite der Kernburg. Das Torhaus besitzt ein Fachwerkobergeschoss und einen runden Treppenturm an der Hofseite.

Historische Funktion

Die Burg diente zur Sicherung des Landes gegen das Erzbistum Köln und den Bischof von Paderborn.


Besitzer

Angaben ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Graf Otto von Waldeckals Erbauer
Grafen von Waldeck–Landau
Landgrafen von Hessennach 1431 als Lehen

Historie

Ende 13.Jh.erbaut
1290erwähnt
um 1300Erwähnung von Burgmannen
um 1330/66Erneuerung und Erweiterung der Burg durch Graf Heinrich VI. der Eiserne
um 1549/50schlossartiger Umbau der Anlage durch Graf Johann von Waldeck, Bau des Treppenturms an der Hofseite
1563Bau des Torhauses
um 1580verändert
1595Erweiterung des Torbaus um das Fachwerkobergeschoss
bis 1597das Schloss dient als Residenz
1679–81Abbruch von Teilen der Burg und Errichtung des schlichten Hauptbaus (Baumeister J. Schiefelmann), Ausbau des Nordflügels
1706–33Witwensitz der Gräfin Johanetta
1728/29Renovierung des Schlosses durch Julius Ludwig Rothweil
1744Einsturz des Ostflügels
1750Abbruch des Ostflügels
1756Errichtung eines schmalen Verbindungsbaus
1811–18Renovierung der Anlage durch F.T. Escher
1897Instandsetzung für Prinz Heinrich
1902Vermietung des Schlosses nach dem Tod des Prinzen
1933–44Sitz einer landwirtschaftlichen Schule


Ansichten


Bild 1: © Albert Speelman, Utrecht Bild 2: © Albert Speelman, Utrecht 

Quellen und Literatur

  Sante, Georg Wilhelm (Hrsg.) [1976]:  Hessen. Handbuch der historischen Stätten Deutschlands 4, 3. Aufl., Stuttgart 1976


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