Alternativname(n)  Wildungen, Altwildungen, Alt-Wildungen
Nutzung
  • Eintrittsgebühr
  • Außenstelle der staatlichen Kunstsammlungen Kassel (Jagdmuseum)
  • Schlosscafé
  • Veranstaltungsort
  • standesamtliche Trauungen im Blauen Salon
Links

Friedrichstein

Lage
Bundesland
Hessen
Ort
34537 Bad Wildungen-Altwildungen
Adresse
Schlossstraße 23
Lage
auf einem nach drei Seiten stark abfallenden Bergkegel im Norden von Bad Wildungen
Koordinaten
51.12431°, 9.12805°
Beschreibung

Schloss Friedrichstein ist eine hufeisenförmige barocke Dreiflügelanlage auf den Resten einer mittelalterlichen Burg. Es war vom frühen 15.Jh. bis 1918 ständig im Besitz der Grafen, später Fürsten von Waldeck. Von der mittelalterlichen Anlage blieben ausßer dem Halsgraben nur verbaute Fundament- und Kellerreste erhalten. In den barocken Neubau wurde der prägnante Rundturm mit dem Burgverlies integriert.

Das Schloss war vom 15.Jh. bis 1918 Residenz des Fürstlich-Waldeckischen Hauses.

Herkunft des Namens
Friedrich Anton Ulrich von Waldeck, Graf bzw. Fürst von Waldeck und Pyrmont

Historie

um 1200
für die Herren von Wildungen? errichtet
12.Jh.
erwähnt
1294
Erwähnung von vier Burgmannenfamilien
um 1318
die Burg wird Amtssitz
Anfang/Mitte 16.Jh.
Erneuerung des großen Rundturms durch Graf Philipp IV.
1640
im Dreißigjährigen Krieg durch schwedisch–niederhessische Truppen zerstört
1660
bis auf den Rundturm abgebrochen
1663–1678
schlossartiger Neubau unter Graf Josias II.; beginnend mit dem westlichen Seitenflügel; weitgehender Abbruch der mittelalterlichen Reste bis auf den Rundturm; als Baumeister wird Emanuel Brand aus Mengeringhausen verpflichtet
1706–1714
Fortsetzung der Bauarbeiten unter Graf Friedrich Anton Ulrich; Errichtung zweier kurzer Seitenflügel; das Schloss erhält den Namen „Friedrichstein“
1720
Verlagerung der Residenz in das Schloss Arolsen
1870/71
Nutzung als Lazarett
1974–1980
restauriert
1980
nach erfolgter Restaurierung dient das Schloss als Museumsstandort

Besitzer

ErbauerHerren von Wildungen?
Anfang 13. Jh. Landgrafen von Thüringen
bis zum Aussterben der Landgrafen von Thüringen bleibt die Burg in deren Besitz
Erzbischof Dietrich III. von Mainz versucht mit Hilfe des Grafen Adolf von Waldeck die Burg für sich zu gewinnen
1247 stößt jedoch auf Widerstand der Herzogin Sophie von Brabant
die Burg wird Besitz der Grafen von Waldeck
1263 Mainz verzichtet auf alle Ansprüche
1390 Graf Heinrich VI. von Waldeck verpfändet Burg und Gericht an Hanau
bis 1928 Preußen und Waldeck
1928 Gemeindezweckverband Waldeck
1945 Land Hessen



Literatur und Quellen

  Dursthoff, Lutz (Redaktion): Die deutschen Burgen und Schlösser in Farbe, Frankfurt am Main 1987, ISBN 3-8105-0228-6
  Gemeinschaft der Freunde Schloss Friedrichstein e.V. (Hrsg.): Schloss Friedrichstein - Vergangenheit und Gegenwart, 3.00. Aufl., (o.O.) 1988
  Knappe, Rudolf: Mittelalterliche Burgen in Hessen, 2.00. Aufl., Gudensberg-Gleichen 1995, ISBN 978-3-86134-228-1


Bilder




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