Ursprünglich Dienstmannenburg des Stifts Kempten, wohl ab Mitte des 12. Jahrhunderts entstanden. In ihrer Blütezeit verfügte die Burg in Spornlage über einen hoch aufgemauerten Bering, einen hohen viereckigen Wohnturm (Boden-Außenmaß 11,4x10,8m), Burgkapelle, einen zweiten kleineren Turm, Wirtschaftsgebäude und das Tor auf der Westseite, von dem eine Holzbrücke über den sehr tiefen und breiten Halsgraben führte. Südwärts schloß sich eine kleine Vorburg an, nach Osten wurde der dort abfallende Sporn durch einen weiteren Graben abgetrennt (siehe Zeichnung des Zustandes um 1760). Nach 1803 wurde die Burg als Steinbruch zum Abriss freigegeben, der nahezu komplett erfolgte, anschließend ging ein guter Teil der Reste durch Kiesabbau verloren, dem bis in die 1980er Jahre der halbe Burghügel (ursprünglich: ca. 25 x 22 m) zum Opfer fiel.Auf dem Burghügelrest befinden sich an der Stelle des abgerissenen Hauptturms ein Informationsstein von 1927 und eine Informationstafel von 2007.Erhalten: teils verfüllter Halsgraben auf der Westseite, östlicher Graben, Reste des Burghügels und sehr geringe Reste von Mauerwerk aus Rollsteinen. Auf dem Burghügelrest befinden sich an der Stelle des abgerissenen Hauptturms ein Informationsstein von 1927 und eine Informationstafel von 2007.Zugang: der Burgstall liegt östlich des Einödhofes Hohentann, ein Wirtschaftsweg führt durch den ehemaligen Halsgraben und an der verwilderten Kiesgrube vorbei, der ein Großteil des Burghügels zum Opfer fiel. Auf dem rechten (südlichen) Rand der Kiesgrube schmaler Trampelpfad auf den Rest des Burghügels. Südliche Vorburg und östlicher Graben stark überwuchert.
Erhalten: Reste des Burghügels, teils verfüllter Halsgraben, östlicher Graben