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Natternberg

Lage

Bundesland
Bayern
Landkreis
Ort
94469 Deggendorf-Natternberg
Lage
auf dem nur 65 m hohen Natternberg nordöstlich des Ortes
Koordinaten
48.82550°, 12.91158°

Beschreibung

Die mittelalterliche bis neuzeitliche Burganlage nimmt die gesamte langgestreckte Höhe des Natternberges ein und gliedert sich in die westliche Hauptburg und die östlich anschließende, etwa gleich lange Vorburg an. Östlich von dieser grenzt ein Abschnittsgraben die Burganlage gegen den nach südosten weniger steil abfallenden und daher für Angreifer interessanteren Berganstieg ab. #B#urg Natternberg war Nebenresidenz, vielleicht sogar Hauptresidenz der Grafen von Bogen. Die langgestreckte Hauptburg auf dem Natternberg besaß ursprünglich zwei Türme, von denen nur noch der Hauptturm erhalten ist. Reste des zweiten Turms haben sich an der NW-Ecke erhalten, ebenso Reste des Mauerrings. In der Hauptburg sind noch Grundmauern der Burgkapelle, Kellerreste und Grundmauern von weiteren Gebäuden, sowie am Tor noch zweistöckig aufragende Gebäudereste erhalten, letztere primär neuzeitlich. Die östlich anschließende Vorburg ist weitgehend verfallen, mit (teils restaurierten) Stützmauerresten vor allem an der langen Südseite, sowie auf der Westseite des Abschnittsgrabens ganz im Osten. #E#in Versuch, die Burg in den 1980er Jahren gastronomisch zu nutzen, scheiterte. Heute wird die Kernburg als Garten- und Parkanlage vom Gartenverein Deggendorf gepflegt.
Erhalten: Stumpf des Hauptturms, Ringmauerrest, Kellergewölbe, stark verfallene Mauerreste im Bereich der Vorburg

Auf dem Burgberg bestand schon in keltischer Zeit eine Wehranlage. Burg Natternberg war Nebenresidenz, vielleicht sogar Hauptresidenz der Grafen von Bogen. Die langgestreckte Anlage auf dem nur 65 m hohen Natternberg besaß ursprünglich zwei Türme, von denen nur noch der Hauptturm erhalten ist. Reste des zweiten Turms haben sich an der NW-Ecke erhalten, ebenso Reste des Mauerrings.


Maße
Anlage ca. 250 x 40 m


Bergfried

Bergfried in der SO-Ecke der Anlage
Zustand:Turmrest
Zugänglich:nein
Form:quadratisch
Grundfläche:9,00 x 9,00 m
(max.) Mauerstärke:3,00 m


Kapelle

Beschreibung:Anfang 19. Jh. Abbruch der Burgkapelle nach der Säkularisation, Grundmauern blieben erhalten


Historie

12.Jh. für die Grafen von Bogen errichtet
1145 (Erwähnung als Sitz eines Hartwig „judex statutus praeses castro in Natherenberg“)
nach 1242Sitz eines Pfleggerichts
1357Peter Ecker von Egg wird auf Natternberg von seinem Herrn Herzog Albrecht belagert
1618/48im Dreißigjährigen Krieg beschädigt
bis 18.Jh.Natternberg ist Sitz eines herzoglichen; später kurfürstlichen Landgerichts mit Hochgerichtsbarkeit und Kastenamt
19. Mai 1743die Burg wird im Österreichischen Erbfolgekrieg zerstört
1900einzelne Baumaßnahmen; der Turmstumpf erhält eine Spitzhaube; Wohnsitz des Grafen Harrach
nach 1945zunehmender Verfall und Sperrung der Ruine
1978–1980Durchführung punktueller Ausgrabungen in der Kernburg
ab 1985Sanierung der Anlage
2014Neuöffnung der Burg für die Allgemeinheit nach Sanierung durch Stadt und Eigentümer in Zusammenhang mit der Landesgartenschau in Deggendorf

Besitzer

ErbauerGrafen von Bogen
1242 nach dem Aussterben der Grafen von Bogen Wittelsbacher
Herzöge von Bayern
Ende 18. Jh. Grafen Preysing
1836 Baron Berger
1836/38 Grafen Preysing
1940 durch Heirat mit Gräfin von Preysing zu Moos Grafen von und zu Arco-Zinneberg



Literatur und Quellen

  Moosauer, Donatus / Wöhrl,  Jochen: Burgen und Schlösser in Niederbayern, Coburg 1991


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