Alternativname(n)  Erffa
Nutzung
  • Privatbesitz

Friedrichswerth

Lage

Bundesland
Thüringen
Landkreis
Ort
99869 Friedrichswerth
Adresse
Haackstraße 1
Lage
dicht nördlich der Nesse im heutigen Friedrichswerth am sw Ortsrand
Koordinaten
50.99225°, 10.54371°

Beschreibung

Die Herren von Erffa wurden 1170 als Lehensträger des Klosters Fulda ausgewiesen und waren später Dienstmannen der Landgrafen von Thüringen. Die alte Wasserburg besaß die Grundrissform eines verschobenen Vierecks und war von heute noch erhaltenen Wallgräben umgeben. Die Burg besaß drei Türme, wobei ein viergeschossiger Turm vermutlich der Bergfried war. In der Kemenate der Kernburg befand sich die Burgkapelle St. Georg. Das heutige Schloss ist ein Dreiflügelbau des Baumeisters Jeremias Tütleb. Der Hauptbau (Ostflügel) mit Mittelrisalit wird von einem kuppelförmigen Turm gekrönt.

Kinderkurheim, Jugendwerkhof (bis ca. 1990)

Innenausstattung
Burg und Ort hießen bis Ende 17.Jh. Erffa und wurden von Herzog Friedrich in Friedrichswerth umbenannt. (Friedrichswerth - „Friederico wertha“ (latein) = dem Friedrich lieb und teuer).



Maße
Das herzogliche Barockschloss wurde auf einer Insel mit vier angedeuteten Bastionen an Stelle der früheren Wasserburg Erffa angelegt, eine weitere Insel für den östlich anschließenden und nach Süden und Norden durch eine Mauer sichtgeschützten Barockpark.


Kapelle

Patrozinium:St. Georg
Beschreibung:Die Wasserburg besaß eine dem hl. Georg geweihte Kapelle. Die Schlosskapelle befindet sich im Erdgeschoss des Südflügels.


Historie

1176 (Hartung von Erffa)
1677Kauf und Abbruch des mittelalterlichen Wasserschlosses durch Herzog Friedrich I. von Sachsen–Gotha-Altenburg
1677–1689Errichtung eines barocken Neubaus (Baumeister Jeremias Tütleb)
19.Juli 1689Einweihung der Schlossanlage
1691Tod Herzog Friedrichs I.; Ende aller Pläne zum weiteren Ausbau des Ortes; Nutzung der Anlage als Lustschloss
1839/55–1923Einrichtung des Amtsgerichtes im Nordflügel des Schlosses
bis 1945Wohnraum für Saisonarbeiter des Gutes
1986/87instandgesetzt

Besitzer

ErbauerHerren von Erffa (859)
1390 Landgraf Balthasar kauft vom Abt von Fulda die Lehnshoheit über die Burg
1677 Herzog Friedrich I. von Sachsen-Gotha-Altenburg
1999 Freistaat Thüringen



Literatur und Quellen

  Groß, Dr. Lothar / Sternal,  Bernd: Thüringer Burgen, Schlösser und Wehrbauten - Band 3, Quedlinburg 2020
  Kalinowski, Burga: Klein-Versailles und wie weiter? - Schloss Friedrichswerth – Schmuckstück sucht Nutzer, in: Neues Deutschland vom 28.05.2011, (o.O.) 2011
  Köhler, Michael: Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze, 2.00. Aufl., (o.O.) 2003, ISBN 978-3-91014-196-4


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