aus einer Wasserburg entstandene Schlossanlage, weitgehend zugeschütteter Burggraben, unzugängliche Reste von Kellergewölben, die ursprüngliche Wasserburg besaß vier Ecktürme
Erhalten: Schlossbrücke, Reste der Wirtschaftsbauten, Torhaus
Das RG "Ziegelschloss" gehörte zuletzt Werner, Frhr. v. Seebach (1873-1956), dessen Gemahlin Elisabeth (geb. v. Broizem) es 1945 verwaltete, als die Amerikaner in Großfahner waren (9. April bis 25. Juni 1945). Die Baronin beschäftigte bis zur Enteignung der Güter auch Flüchtlinge aus Schlesien, so z. B. die Familie Paul Hildebrand aus Pförten, heute Brody (Wohnung der Hildebrands im Weiler "Babo", Nr. 4), Gutsherrschaft des Grafen v. Brühl. Paul Hildebrand war einer der gräflichen Förster in Pförten gewesen, musste aber Anfang 1945 als Volkssturmmann zurückbleiben, flüchtete schließlich über die letzte noch nicht gesprengte Neiße-Brücke vor der Roten Armee mit dem Fahrrad bis nach Gangloffsömmern (Gut der Familie v. Brühl), wo seine Frau bereits in einem Gasthof untergebracht war. Die Baronin v. Seebach beschäftigte ihn als Aufseher. Quelle: mündliche Mitteilung seiner 90jährigen Tochter in Leipzig, 1.11.2024