Nutzung
  • frei zugängliche Ruine

Winzenburg

Lage
Bundesland
Niedersachsen
Landkreis
Ort
31084 Freden-Winzenburg
Lage
auf einem birnenförmigen Bergsporn im südlichen Teil des Sackwaldes nö des Ortes
Koordinaten
51.94313°, 9.94564°
Beschreibung

mehrteilige Höhenburg, Kernburg auf Hügel im Westen, im Osten Hügel mit Bergfried des 13.Jh., tiefer gelegene Vorburg

Erhalten: Stumpf des Bergfrieds

Den Kern der Burganlage bildet ein künstlich überformter Hügel von 9 m Höhe. Der fünfeckige Bergfried befindet sich am östlichen Rand der Hauptburg auf einem weiteren Hügel. Zwischen den beiden Hügeln befinden sich Ringmauerreste. Östlich unterhalb der Hauptburg befindet sich die Vorbug mit Keller- und Befestigungsresten.
Maße
Kernburg ca. 40 x 65 m
Hauptburg ca. 200 x 80 m
Bergfried
Höhe
10,00 m
(max.) Mauerstärke
3,20 m

Historie

9.Jh.
als Ringwallanlage? errichtet
1109
(Graf Hermann I. von Winzenburg)
nach 1100
Hermann I.; Graf von Winzenburg und Neffe des Bischofs Udo; erweitert die Winzenburg in nö Richtung
1131
Zerstörung der Burg durch König Lothar III. nach dem Mord an Graf Burchard von Loccum; die an die Bischöfe von Hildesheim zurückgegeben wird; Wiederaufbau der Burg durch Bischof Bernhard
1150
Hermann II. erhält die Winzenburg von Bischof Bernhard zurück
1152
Hermann II. wird mit seiner Gattin auf der Winzenburg ermordet; die Burg fällt endgültig wieder an die Bischöfe von Hildesheim
um 1230
Erhöhung des Bergfrieds
1445
Erwähnung der Burg in einer bischöflichen Urkunde als „des Stiftes Hauptschloss“; die Winzenburg ist Grenzburg und sw Eckpfeiler des Bistums Hildesheim
1522
im Besitz des Henning von Rauschenplat erfolgt die Eroberung der Burg in der Hildesheimer Stiftsfehde nach Explosion des Pulverturms; allmählicher Verfall der Burganlage
16./18. Jh.
die Steine der Burg dienen als Baumaterial für das Dorf Winzenburg

Besitzer

die Grafen von Assel verlassen die Winzenburg
10. Jh. die Burg gelangt vermutlich zu diesem Zeitpunkt in die Hände der Bischöfe von Hildesheim



Literatur und Quellen

  Blaich, Markus / Kotula,  Andreas, Deutsche Burgenvereinigung e.V. (Hrsg.): LiDAR, Burgenforschung und Denkmalpflege - Beispiele aus Niedersachsen, in: Zeitschrift „Burgen und Schlösser” 1/2020 S.27ff, Braubach/Rhein 2020
  Kronenberg, Dr. Kurt: Verfallene Ritterburgen um Gandersheim, (o.O.) 1960
  Schultz, Hans Adolf: Burgen und Schlösser des Braunschweiger Landes, 4.00. Aufl., Braunschweig 1984, ISBN 3-87884-012-8
  Zimmermann, Margret / Kensche,  Hans: Burgen und Schlösser im Hildesheimer Land, Hildesheim 1998


Bilder




Objekte im Umkreis von 5 Kilometern

NameOrtArtDistanz (km)Bild
Burg Tiebenburg Winzenburg 0,55 km
Wallburg Dörhai Freden 0,70 km
Hohe Schanze Winzenburg 1,38 km
Burg Ohlenburg Winzenburg 1,70 km -
Burg Läsekenburg Winzenburg 2,00 km -
Burg Freden Freden 3,51 km
Gutshaus Esbeck Freden 3,89 km -
Rittergut Hilprechtshausen Bad Gandersheim-Hilprechtshausen 4,97 km -