Nutzung
  • frei zugängliche Ruine
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Lage
Bundesland
Rheinland-Pfalz
Landkreis
Ort
56729 Virneburg
Lage
auf einer vom Nitzbach umflossenen Schieferkuppe über dem Ort
Koordinaten
50.34288°, 7.07877°
Beschreibung

Erhalten: Umfassungsmauern, Eckturm

Die Virneburg war die Stammburg der Grafen von Virneburg. Die Burg ist eine typische, relativ große Höhenburg, mit gesichertem Burgweg sowie Zugängen über Zwinger im Osten und Westen. Der Bergfried ist nur in Fundamentteilen mit rundem Grundriss in der NW-Ecke der Kernburg erhalten. Eindrucksvoller Rest ist die mächtige Mantelmauer mit mehr als 3 m Mauerstärke und einer Höhe von 18 m. Daran schließt sich in südlicher Richtung ein Torbau mit Pechnase des 15.Jh. an. Der mächtige, runde, ca. 15 m hohe Schalenturm im SW gehört zu den ältesten festungsartigen Bauteilen. In der Mitte der südlichen Wehrmauer liegt ein zweigeschossiger Wohnturm und nach Osten die Reste des Palas. Am Aufgang zur Burgruine stehen das vierachsige Amtshaus aus der 1.Hälfte des 18.Jh. sowie das ehemalige Zehnthaus mit Fachwerkobergeschoss von 1680. Unterhalb der Burg liegt auf einem Sporn die Kapelle St. Trinitatis von 1695.
Funktion

Die Burg wurde zur Kontrolle der von Mayen nach Aachen führenden Handelsstraße angelegt.

Maße
Mauerstärke der Schildmauer 3 m, Höhe ca. 18 m

Herkunft des Namens
Das keltische Wort Firne entspricht dem lateinischen altus = hoch.
Bergfried

Der Bergfried stand einst dicht hinter der Mantelmauer.

Zustand
abgegangen
Form
rund
Außendurchmesser
7,00 m

Historie

11.Jh?
für die Grafen von Virneburg errichtet
1042
(„Bern(hardus) de Virneburch“ wird in einer Urkunde des Erzbischofs Poppo von Trier erwähnt)
1229
erwähnt

Besitzer

ErbauerGrafen von Virneburg (Stammsitz)
1192 Burg und Grafschaft werden dem Erzstift Trier zum Lehen aufgetragen
1339 der Trierer Erzbischof Balduin von Luxemburg übernimmt die Burg von den verarmten Grafen von Virneburg
1545 mit Graf Kuno III. von Virneburg stirbt das Geschlecht Virneburg aus
1545/49 Graf Dietrich von Manderscheid-Schleiden
1600 Haus Löwenstein-Wertheim
1910 Rheinische Verein für Denkmal- und Heimatschutz



Literatur und Quellen

  Beck, Erik, Freundeskreis Bleidenberg e.V. (Hrsg.): Die frühen Grafen von Virneburg und ihre Stammburg - Forschungen zur Frühgeschichte einer Burg und eines Grafengeschlechts in der Osteifel, in: Burgen und Befestigungen in der Eifel - Von der Antike bis ins 20. Jahrhundert, Petersberg 2013
  Böckling, Manfred / Schmidt,  Achim, Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz e.V. (Hrsg.): Die Virneburg in der Eifel. Rheinische Kunststätten 592, Köln 2024, ISBN 978-3-86526-152-6
  Gondorf, Bernhard: Die Burgen der Eifel und ihrer Randgebiete. Ein Lexikon der „festen Häuser“, Köln 1984, ISBN 3-7616-0723-7
  Knichel, Martina, Freundeskreis Bleidenberg e.V. (Hrsg.): Die Virneburger - Ein Eifler Grafengeschlecht, in: Burgen und Befestigungen in der Eifel - Von der Antike bis ins 20. Jahrhundert, Petersberg 2013
  Markowitz, Klaus, Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz (Hrsg.): Zur Geschichte des Hauses und der Burg Virneburg, in: Zeitschrift „Rheinische Heimatpflege” 42.Jahrgang 4/2005, S. 263ff, Neuss/Köln 2005


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