Alternativname(n)  Schagen


Lage

Bundesland
Niedersachsen
Landkreis
Ort
49565 Bramsche-Pente-Schagen
Lage
in der Haseniederung östlich des Flusses
Koordinaten
52.38489°, 7.95077°

Beschreibung

Erhalten: Reste eines Gebäudes


Beschreibung im Denkmalatlas Niedersachsen

Laut Hardebeck (1902, 29) war die Burg von drei Gräben umgeben, die bei der Umnutzung für eine Wiese im 19. Jh. zugeworfen worden sind. Das heute noch als Ruine erhaltene Hauptgebäude der Burg war 10,4 m lang und 8,5 m breit. Es besaß einen Anbau von 8,5 m L. und 4 m Br., der nicht im Verband mit dem Hauptgebäude gemauert war. Nach Müller/Reimers (1893, 350), die sich auf einen amtlichen Bericht aus dem Jahre 1873 beziehen, soll die Burg nur aus einem Turm mit einem doppelten Graben bestanden haben. Von U. Martens wurde 1990 anhand von Feuchtigkeitsmerkmalen ein einfacher Graben dokumentiert, der eine ovale Fläche von ca. 60 (O-W) x 40 m umschloss. Auf einer flachen Bodenerhöhung ist ein Mauerrest von ca. 3 m Höhe und 1,2 m Stärke aus gemörteltem Sandstein erhalten. Das ehemalige Wall-Grabensystem ist völlig eingeebnet.

Stammsitz der Familie von Schagen, die 1186 erstmals urkundlich erwähnt wird. - 1424 verkaufte Dietrich von Schagen seine Burg an den Domherren Claus von Voß. Seit 1443 gehörte die Burg dem Osnabrücker Domkapitel, das sie einem Eigenbehörigen überließ, der den Namen Borgmann annahm. Noch 1930 gehörte die Ruine der Burg zum Borgmannschen Hofe. - Seit dem 16. Jh. verfiel die Burg. - Im 19. Jh. wurden Teile der Reste der Burg abgetragen. Dabei legte man unterirdische Räume frei, in denen sich u. a. ein kleines silbernes Schiff (verschollen) und eine Urne (angeblich LM Hannover) fanden. In den Mauerresten des Turmes wurde eine sog. Jülicher Turnose aus dem 14. Jh. (verschollen) gefunden. In den ersten Jahrzehnten des 20. Jh. wurden Steine der Burg zum Bau der Landstraße von Achmer nach Pente benutzt. Die Burg war 10,4 m lang und 8,5 m breit. Sie besaß einen Anbau, der nicht im Verband mit dem Hauptgebäude gemauert war. Umgeben war die Burg von 3 Gräben, die bei der Anlage von Wiesen zugeschüttet wurden (Hardebeck). - Der volkstümlichen Überlieferung nach eine Wittekindsburg.

Lizenz:CC by-sa/4.0

Externer Link zum Eintrag im Denkmalatlas



Maße
Innenraum ca. 40 x 60 m
Hauptgebäude ca. 10,4 x 8,5 m


Historie

1186 (Familie von Schagen)
im 16. Jh.verfallen
19.Jh.weitgehender Abbruch der Mauerreste

Besitzer

ErbauerFamilie von Schagen (Stammsitz)
1424 Kauf Domherr Claus von Voß
1443 Domkapitel Osnabrück



Literatur und Quellen

  Schlueter





Objekte im Umkreis von 5 Kilometern

NameOrtArtDistanz (km)Bild
Wasserburg Schagen Bramsche-Frankensundern 0,00 km