Einzelbeschreibungen

Burg und Schloss Hohenburg in Lenggries

Burg Hohenburg

Lage

Land:Deutschland
Bundesland:Bayern
Bezirk:Oberbayern
Region:Oberbayern
LandkreisBad Tölz-Wolfratshausen
Ort83661 Lenggries
Lage:auf Felsbuckel östlich des Schlosses
Koordinaten:47.67194000°, 11.59167000°
Google MapsOpenStreetMapOpenTopoMap

Beschreibung

Die erste Befestigung auf der Höhe dürfte eine hölzerne Turmhügelburg mit Palisade gewesen sein. Geoelektrische Untersuchungen ergaben, daß die erste Bebauung des Areals deutlich von der späteren Gebäudeanordnung abwich, die heute noch als Ruinen sichtbar ist. Der heutige Bergfriedstumpf entstand anhand seiner Bauweise ebenfalls erst wohl nach 1230. Am Ende des Mittelalters war die Anlage noch eine reine Wehrburg mit 2 starken Wehrtürmen über dem Halsgraben auf der Westseite (einer davon der heute noch erhaltene Bergfriedstumpf) und nach innen geneigten Gebäudedächern. Beim Umbau und der Erweiterung der Burg in ein komfortableres Burgschloß ab 1570 wurde der südlichere der beiden Türme in ein Wohngebäude integriert, die Gebäude mit größeren Fenstern und First- bzw. Krüppelwalmdächern ausgestattet. Plan des letzten Ausbaustandes der Anlage auf der Webseite des Burgvereins.

Erhalten: Am auffälligsten der ca. 3m hohe unterste Teil des nordwestlichen Wehrturms (Bergfried) mit dem im Inneren noch erhaltenen Hungerloch (Deckengewölbe eingestürzt), daran nach Süden angrenzend geringe Mauerreste des Palas auf dem höchsten Teil des Burghügels. Ebenfalls noch sichtbar sind Mauerreste im Bereich des Torstubengebäudes (das auch die Kapelle, Gerichtsstube und Archiv enthielt). Weitere niedrige Mauerreste ganz im Osten der Anlage im Bereich der ehemaligen Waffenkammer (vermutlich ein weiterer Turm). Weitere Mauerwerkteile dürften sich noch im Schutt auf dem Burghügel befinden. Neben Abriß und Verfall sind Teile der Anlage auch durch Abrutsch von Teilen des Hügels verloren gegangen, insbesondere auf der Südseite. Details siehe Webseite des Burgvereins.

Historie der Burg Hohenburg

1410-1420 großer gotischer Umbau und Erweiterung
ab 1570 Umgestaltung zu Burgschloss
1705 Ausgangspunkt des ersten Widerstandes gegen die österreichische Besatzung
1707 Burg geriet während ihrer Besatzung durch österreichische Truppen im Spanischen Erbfolgekrieg in Brand und brannte vollständig aus
1712 Steine aus dem Abriß der Burg werden für den Bau des 300m entfernten Schlosses Hohenburg verwendet, ebenso für den Bau der Pfarrkirche in Lenggries
2003 Gründung des Förderverein Burgruine Hohenburg e.V.
2004-2006 genaue Laservermessung der Ruine durch die Bundeswehr-Universität Neubiberg und Schaffung einer virtuellen Darstellung

Besitzer

1262/65 Wittelsbacher
1294-1396 Herren von Egling (Lehen)
1396-1522 Herren von Maxlrain
1522-1566 Herren von Schellenberg
1566 (Kauf) – 1800 Hanns Paul Herwarth und Nachfahren

Bilder

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Historie von Schloss Hohenburg

1870 Kauf durch Herzog Adolf von Nassau-Weilburg, der 1890 Großherzog von Luxemburg wurde. Bis 1953 vor allem Sommerresidenz großherzoglicher Familienmitglieder, mit Ausnahme von deren Exil 1939-1945
1953 Kauf durch Max Grundig und Übergabe an das Ursulinenkloster St. Josef in Landshut, das das Schloß zur Mädchen-Realschule und Haushaltsschule mit Internat umbaute
2003 Die Schwestern geben den Schulbetrieb auf, das Schloß ist weiterhin Mädchen-Gymnasium und Mädchen-Realschule.

Besitzer

1870-1953 Herzog Adolf von Nassau-Weilburg (späterer Großherzog von Luxemburg)
1953 Max Grundig
1953 Ursulinenkloster Landshut
1990 Erzbistum München und Freising

Bilder

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